Wir, die 4. Klassen der BAfEP, gestalteten heuer die jährliche Gedenkfeier des „Spezialkinderheims Pressbaum“.

Als Einstieg in das Erinnern-Projekt haben wir einen Ausflug zur Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim gemacht, um dort einen Einblick in die grausame Vergangenheit dieses Orts und unserer Geschichte zu bekommen. Wir haben uns mit vielen wichtigen Begriffen und Erinnerungen auseinandergesetzt.  Außerdem konnten wir viele neue Erkenntnisse über die Geschehnisse im Nationalsozialismus gewinnen und wichtige Denkanstöße für die heutige Zeit mitnehmen.

Während unseres Projekts haben wir uns viel mit der Bedeutung von Inklusion damals und heute sowie mit dem damaligen und heutigen Umgang mit Kindern beschäftigt. Dadurch konnten wir uns neue Ansichten für unsere pädagogische Arbeit aneignen.

Außerdem haben wir uns einen Film der Theateraufführung „Erbbiologisch und sozial minderwertig“ von Nikolaus Habjan angeschaut, welcher das Leben des Zeitzeugen Friedrich Zawrel (1929-2015) anhand von Handpuppen darstellte.

Die Klassen haben sich für den Gedenktag einige Beiträge überlegt. Die 4A hat ein Schauspiel zu dem Thema „Stimmen der Kinder“ veranstaltet, in dem veranschaulicht wurde, wie die Kinder aus dem „Spezialkinderheim Pressbaum“ auf den „Spiegelgrund“ in Wien überstellt wurden und dort behandelt wurden, beziehungsweise der Euthanasie zum Opfer gefallen sind.

Die 4B hat alte Berichte von Karteikarten mit dem Themennamen „Gesehen werden“ vorgelesen und im Kontrast erklärt, welche Förderungen in der damaligen Zeit für die Kinder im „Spezialkinderheim Pressbaum“ und „Am Spiegelgrund“ wichtig gewesen wären. Außerdem hat die 4B das Gedicht „Was keiner geglaubt haben wird“ von Erich Fried, mit passenden Bewegungen vorgetragen. Abschließend haben die beiden Klassen zusammen die Lieder „People help the people“ von Birdy und „Erinnern werden wir uns immer“, eine Eigenkomposition der diesjährigen 5A, vorgetragen.

Durch die Arbeit an dem diesjährigen Erinnern-Projekt haben wir viel über Diskriminierung, Rassismus und Ungleichheit gelernt sowie über die Gleichheit in unserem Alltag reflektiert.

 

Bericht von: Amelie Kadlec und Sophie Sperk (4A)