Kolleg

Aus Alt mach Neu…

Man braucht sie immer wieder. Lieder zu besonderen Anlässen und Feiern – und dann findet man kein geeignetes oder es scheint, als hätte noch nie jemand eines zu diesem Thema komponiert. Was tun?

Die 4KB kennt die Antwort: man nimmt ein altbekanntes Kinderlied und macht eben einen neuen Text. „Kontrafaktur“ nennt sich das in der Fachsprache, ist aber trotzdem relativ einfach. Und was für nette Ergebnisse dabei herauskommen, sehen Sie hier!

Alexandra Loibl

„Informationen, frische Informationen!“

Unter diesem „Marktschrei“ gestalteten die StudentInnen der 4KB Informations- bzw. Marktstände zu ausgesuchten Sachbilderbüchern für Kinder. An diesen Ständen informierten sie Passanten (StufenkollegInnen) über Inhalt und Qualität des von ihnen angepriesenen Buches und sprachen Empfehlungen aus oder rieten vom Kauf ab.

Auf diese Weise setzten sich alle StudentInnen zum einen intensiv und fachwissenschaftlich untermauert mit dem Thema der Sachbilderbücher auseinander und übten sich gleichzeitig in der Präsentation von Erkenntnissen.

Der „Markt“ war sehr beeindruckend und könnte jedem „echten“ Markt locker Konkurrenz machen!

Bericht und Fotos: Alexandra Loibl

Sprache und Bewegung

Im Rahmen des Unterrichtsfaches „Deutsch als Zweitsprache“ nahmen die Studentinnen des 4K an einem Workshop mit der Tanzpädagogin Mireille Perreaux teil.

Hier einige Gedankensplitter der Studierenden:

  • super gute Musik
  • Überraschungen
  • Berührungen
  • Überwindung
  • Französischkurs
  • Körpersprache
  • Emotionale Qualität…

Merci Mireille!

Bericht und Fotos: Christa Haberleitner

Tiergestützte Intervention

Zum zweiten Mal in diesem Semester besuchte uns Ursula mit ihrem Therapiehund Lenny.
Der Samstag war sonnig, die 4KB motiviert und der Vortrag fand zur Freude aller in der Freiluftklasse statt. Selbst ängstliche Studierende fanden die Erfahrung mit dem Therapiehund als beruhigend und für einige Studentinnen war es wichtig die Möglichkeit zu haben, die Kontaktaufnahme mit diesem selbst zu steuern.
Man konnte bei Lenny beobachten, dass er besonders gut als Therapiehund geeignet ist und er löste bei vielen Studierenden einen „Kuschelfaktor“ aus. Wir alle waren beeindruckt von den Leistungen des Hundes und die Fülle an pädagogischen Aspekten die Ursula und Lenny uns zeigten. Bei allen Übungen und Angeboten die wir hospitieren durften, stand immer das Wohlergehen des Hundes im Vordergrund und Eva, die Hundeverantwortliche, hat ihre Aufgabe bestens erfüllt.

… einige Statements von den Studierenden der 4KB

  • Beruhigende Erfahrung für „Ängstliche“
  • Es war deutlich sichtbar warum ein Hund für die Therapieausbildung geeignet ist und ein anderer nicht
  • Der Hund löst „Kuscheleffekt“ aus 🙂
  • Es wurde eine Fülle an pädagogischen Aspekten bearbeitet
  • Es war eine beeindruckende Leistung des Hundes „Lenny“
  • Gute Möglichkeit der Selbststeuerung bei der Kontaktaufnahme
  • Das Wohl des Hundes steht im Vordergrund – Hundeverantwortliche
  • Ein Traum an diesem schönen Samstag – die FREILUFTKLASSE!

Bericht und Fotos: Christa Haberleitner
Statements: Studierende der 4KA

Ein kleines Experiment im Pädagogikunterricht zum Thema „Kinderzeichnung“

Wo haben wir die Unbeschwertheit, die Gestaltungslust und Phantasie unserer Kindheit beim Malen und Zeichnen gelassen? Ab der Phase des kritischen Realismus (ab 7 Jahren) wollen wir die Welt nicht mehr so, wie wir sie denken, abbilden und gestalten, sondern ein möglichst realistisches Abbild der Wirklichkeit schaffen. Plötzlich meinen Kinder: „Ich kann nicht zeichnen“, weil sie diesem Anspruch nicht gerecht werden.

In einem Experiment im Kolleg 4 schlüpfen wir wieder in die figurative Phase der Kinderzeichnung hinein. Dafür musste vor allem die Auge-Handkontrolle außer Gefecht gesetzt werden – und siehe da, es entstanden witzige ausdrucksstarke „Kopffüssler“.

Text und Bilder: Sabine Bauer-Jurhar

Das Rondo im Kindergarten

Im Musikunterricht der 4KB ging es um die musikalische Form des Rondos. Nachdem sich die StudentInnen zunächst mit der historischen Entwicklung und der musiktheoretischen Form befasst hatten, wurden zwei Spielmöglichkeiten erprobt, die – vielleicht in modifizierter Art – auch im Kindergarten verwendet werden können.

Zum einen wurde das Lied vom „Kleinen Hut“ einstudiert, bei dem es einen immer wiederkehrenden Refrain mit einfachster Stabspielbegleitung und jeweils improvisierte Zwischenteile (Couplets) gibt.

Zum anderen wurde eine tänzerische Umsetzung des „Wiener Glockenspiels“ von Zoltan Kodaly probiert. Wie etwa bei der Anker-Uhr in Wien treten unterschiedliche Figuren in den Zwischenteilen hervor und zeigen sich den Zuschauern. Im Refrain tanzen immer die gleichen Figuren rund um das Uhrwerk.

Die Ergebnisse können sich sehen und hören lassen! Überzeugen Sie sich selbst!

Alexandra Loibl

Unser Baratfest am 25. Mai

Der Festgottesdienst, an dem alle SchülerInnen des Sacré Coeur Standorts teilnahmen, fand am Freitag, 26.5. zur Heiligsprechung und zum Todestag Madeleine Sophie Barats statt und stand unter dem Thema: Eine Traube am Weinstock des Herrn sein.
Das Thema nahm Bezug zu Madeleines Lieblingsevangelium Joh 15,1-8, in dem Jesus in einem Vergleich davon spricht, dass er der Weinstock sei und die JüngerInnen die Reben. Dieses Bild hat die NMS aufgegriffen und den Gottesdienst inhaltlich gestaltet, während das Gymnasium die gemeinsame Feier musikalisch vorbereitet hat.
Bischofsvikar P. Petrus Hübner, vom Stift Heiligenkreuz, hielt die Festpredigt und ging auf das Bild des Weinstocks ein, indem er von seinem eigenen Pfarrhof erzählte, in dem ein Weinstock steht. Für ihn ist es besonders erstaunlich, wie alle Blätter, egal ob unten am Stamm oder in 5m Höhe, gleich grün und kräftig sind. Für ihn steht dieses Bild dafür, dass wir alle von Gott geliebt werden, egal ob wir ihm nah sind oder doch weit entfernt. Dieses Bild lässt sich gut mit Madeleine Sophies Aussage „für ein einziges Kind hätte ich diese Schule gegründet“ in Verbindung bringen. Nicht für ein kluges, wohlerzogenes Kind hätte sie eine Schule gegründet, sondern für jedes, egal mit welchen Voraussetzungen es kommt. So ist es auch mit Gott, der uns alle liebt, egal wie weit wir von ihm entfernt sind. Wir alle sind nach seinem Ebenbild geschaffen und er hat uns genauso gewollt, wie wir jetzt vor ihm stehen. Zwei wohltuende Gedanken am Ende des Schuljahrs.

Text: Felicitas Ameling
Fotos: Lisa Baumgartner-Kunit

Es war einmal – die 4. Kollegklassen schreiben Märchen

Im Deutschunterricht erhielten 4KA und 4KB denselben Arbeitsauftrag: „Schreiben Sie zu der vorgegebenen Einleitung ein Märchen mit allen klassischen Merkmalen!“ Herausgekommen sind wirklich wunderschöne, kreative und vielfältige Texte, die man gerne lesen und erzählen möchte! Einer davon wird hier exemplarisch vorgestellt.

Alexandra Loibl

Der Dümmling

Vor langen Jahren lebte ein Vater, der hatte drei Söhne. Die beiden älteren waren fleißig und halfen ihm bei der Arbeit, so gut sie konnten. Der jüngste aber konnte es keinem recht machen. So sehr er sich bemühte, immer fanden die anderen etwas an ihm auszusetzen.

Als der Vater alt wurde, wollte er die Wirtschaft unter seine Söhne aufteilen, aber keinem konnte er es recht machen. Der eine wollte dies, der andere wollte das und der dritte wurde gar nicht erst gefragt. „Ich werde euch schon kriegen!” sagte der Vater. „Wer mir die schönste und reichste Braut bringt, bekommt die ganze Wirtschaft und die anderen erhalten nichts.”

Die beiden Älteren galoppierten auf den schnellsten, schönsten Hengsten los, dem Jüngsten blieb nur ein Esel als Gefährte und Begleiter. Als die älteren zwei Brüder am Horizont verschwanden, stieg der Jüngste seufzend auf den Esel.

“Junger Mann,” sagte der Esel, „warum zweifelst du so? Der Tag ist noch lang, wir haben reichlich Zeit.” „Aber nein,” sagte der jüngste Bruder. „Verstehst du nicht? Meine Brüder sind stark, schnell und klug. Ich bin nur ein Dümmling auf einem Esel.” Der Esel trottete gemütlich los. „Gewiss, der schnellste bin ich nicht. Aber wer kann am Morgen schon wissen, was der Abend mit sich bringt?”

Bald erreichten sie einen Teich, da hörten sie elendes Wimmern. Ein Kätzchen klammerte sich an einen Holzstamm, mitten im Teich. Die Katzenmutter weinte am Ufer. „Helft uns bitte,” flehte sie. „Ich habe nur dieses eine Kätzchen, und das liebe ich sehr!”

Der junge Mann überlegte nicht lange und sprang in den Teich, um das Kätzchen zu retten. Wieder mit ihrem Kätzchen vereint, sprach die Katzenmutter: „Lieber, gütiger Mann, Reichtum und Glück sollen Dein sein! Schenken kann ich nichts, aber warnen kann ich: wenn du hier rechts weiterreitest, gelangst du an den Teerfluss. Reitest du links, dann wirst du verschont bleiben.”

So ritten sie weiter, rein in den dichten, dunklen Wald. Da sahen sie von weitem ein rotes Füchslein, dessen Bein in einer Jägerfalle eingeklemmt war. “Kommt nicht näher!“, rief das Tier. „Der Wald ist voll mit Jägerfallen. Ihr werdet so enden wie ich!” “Ich kann kein Tier leiden lassen,” sagte der Jüngling und stieg vom Esel ab. „Du bleibst hier, treuer Esel. Für meine Torheit darfst du dein Leben nicht riskieren.” Das Füchslein hatte Recht, es gab viele Fallen im Unterholz. Der Jüngste aber schaffte es unversehrt und befreite das arme Tierlein von seinem Leid. „Lieber, gütiger Mann,” sagte es, „Reichtum und Glück sollen Dein sein! Schenken kann ich nichts, aber warnen kann ich: wenn du den Wald durchquert hast, kommst du zu einer Brücke aus Stein. Diese Brücke darfst du nicht überqueren, denn darunter wohnt der listige Wolf, und er wird dich und deinen Esel mit Haut und Haare auffressen. Gehe durch den Tunnel!”

 

Der junge Mann ritt weiter. Die Sonne hing schon tief am Himmel. „Es ist zwecklos,” sagte er. „Auch wenn ich die schönste, reichste Frau finden sollte, einen Dümmling, wie ich es bin, wird sie nicht heiraten.” „Gewiss, der Klügste bist du nicht,” sagte der Esel. „Aber wer kann am Morgen schon wissen, was der Abend mit sich bringt?”

Nachdem sie durch den Tunnel geritten waren, erreichten sie ein Dorf. Hier hielten sie an, um zu rasten, doch bevor sie wieder losreiten konnten, sahen sie ein Fräulein, das am Brunnen leise weinte. „Warum weint Ihr so?” fragte der junge Mann. „Ich war auf einer langen Reise mit meiner Familie. Mein Pferd hat sich verletzt, und wir fielen zurück. Jetzt bin ich verloren und weiß nicht, wohin.” “Kommt nur mit, Fräulein, und seid nicht länger traurig“,  meinte der Dümmling. „Mein treuer Esel bringt uns zu mir nach Hause. Da schicken wir Boten aus, die eure Familie auffindet.”

Der Esel aber sagte, während die beiden auf seinen Rücken stiegen: „Wenn du jetzt nachhause gehst, wirst du deinen Vater erneut enttäuschen. Du bekommst nichts, und endest dumm und arm dazu.” “Ich wusste schon als wir losgingen, dass ich keine Chance habe“, war die Antwort. „Trabe los, dem Fräulein muss geholfen werden.”

Als er zu seinem Vater kam, fand er ihn traurig und verzweifelt vor. Der älteste Bruder war im Teerfluss ertrunken, der andere wurde vom Wolf mit Haut und Haaren gefressen. „Und nun soll meine Wirtschaft an einen Dümmling weitergegeben werden,” klagte der Vater. Das Fräulein aber sprach: „Reichtum und Glück sollen dein sein. Denn ich bin die reichste und schönste Frau im Land und eine Prinzessin dazu! Wenn du meine Familie findest, werde ich deinen Sohn heiraten. Nur zwei Dinge verlange ich: der treue Esel soll den schönsten Stall und das beste Heu bekommen und dein Sohn soll nie wieder ‚Dümmling‘ heißen, so lange er lebt.”

So geschah es, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Dawn Schönherz-Rigoni, 4KB

Tabu oder nicht tabu? Das ist hier die Frage! Sexualpädagogik-Workshop in der 4Kb

Wir alle waren sehr gespannt, was uns Frau DSA Bettina Weidinger an diesem Samstag in Gesundheitslehre erzählen würde. Sexualität im Kindergartenalter? Sexualpädagogik? Wie lässt sich das mit unserer zukünftigen Arbeit in Einklang bringen?

Viele Fragen im Vorfeld, viel Staunen beim Vortrag. So könnte man es kurz zusammenfassen. Es war jedoch viel mehr. Viel Neues, Spannendes und Interessantes zum Mitnehmen zu einem Thema, das in unserer (angeblich) aufgeklärten Gesellschaft noch immer etwas ist, worüber man kaum spricht oder kaum sprechen möchte. Dabei ist Offenheit gerade hierbei so wichtig. Offen zu sein bedeutet, zu beobachten, sich damit auseinanderzusetzen, zu helfen, zu schützen – wie eigentlich in allen Bereichen des pädagogischen Alltags.

Wir bedanken uns für einen spannenden Vormittag und viel neues Wissen für die Zukunft.

Bericht: Henriette Sollinger, 4Kb

 

Exkursion in den Waldkindergarten

Den letzten Praxisblock in diesem Semester startete die 4K mit einer Exkursion in den Waldkindergarten Maria Anzbach. Evelyn Sailer, eine der Initiatorinnen des Waldkindergartens empfing uns herzlich beim Gut Aichhof und führte uns durch den Nachmittag.

Wir waren auf den Spuren der Waldkinder unterwegs und konnten selbst die Faszination des Waldes erleben. Der Weg führte vorbei am traditionellen Jausenplatz der Kinder, einem kleinen Bach entlang, vorbei am Tipi, das als Zwischenlager genutzt wird und endete schließlich auf einer großen Wiese. Hier steht den Kindern neben einem wunderschönen Bachlauf auch ein Bauwagen mit Verkleidungsmöglichkeiten und Bilderbüchern, sowie ein weiteres Tipi, das auch als Versammlungsort dient, zur Verfügung.

Die Studierenden erhielten Einblick in den Kindergartenalltag im Wald und die Organisation der Gruppe und waren begeistert, dass hier das Feuer machen zur Alltagsroutine gehört. Ein herzliches Dankeschön an Evelyn Sailer, die uns mit ihrer Begeisterung für den Wald angesteckt und unsere vielen Fragen so geduldig und kompetent beantwortet hat. Wir kommen gerne wieder!

Bericht und Fotos: Martina Koller