BAfEP

Feierliche Dachgleiche

Die private Neue Mittelschule und der Kindergarten auf dem Campus Sacré Coeur Pressbaum der Erzdiözese Wien leiden unter chronischem Platzmangel –
ein Neubau wird daher ab dem kommendem Schuljahr Abhilfe schaffen.
Am Mittwoch, dem 27. März 2019, wurde nun mit Kardinal Christoph Schönborn und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in festlichem Rahmen die Dachgleiche des neuen Schulgebäudes gefeiert.

Seit September 2018 wird gebaut: Auf dem Campus Sacré Coeur Pressbaum entsteht der dringend nötige Neubau für die private Neue Mittelschule, der im Erdgeschoß auch Räume für den privaten Kindergarten beinhalten wird. Die Fertigstellung ist für den Frühsommer geplant. Im Mittelpunkt des modernen Konzepts stehen die Kinder und Jugendlichen, die dort ab dem kommenden Schuljahr ihren neuen Lern- und Lebensraum finden sollen.

Ganzheitliche Bildung für kommende Generationen

„Bildung gehört zum Kerngeschäft der Katholischen Kirche. Daher ist es der Erzdiözese Wien wichtig, ganzheitliche Bildung zu ermöglichen und für die kommenden Generationen Bildungskonzepte mitzugestalten“, kommentiert Kardinal Christoph Schönborn den Schulneubau in Pressbaum. Der Wiener Erzbischof feierte anlässlich der Gleichenfeier am Mittwoch einen festlichen Wortgottesdienst mit rund 100 Gästen. „Wir wollen uns mit den christlichen Grundwerten und dem christlichen Menschenbild einbringen, weil wir glauben, dass das etwas Gutes für die Gesellschaft ist“, so der Kardinal weiter. Das primäre Ziel katholischer Schulen bestehe darin, umfassend und grundlegend zur „Menschwerdung des Menschen“ beizutragen.

Beeindruckender Lern-, Lebens- und Bewegungsraum für Kinder und Jugendliche

„Wir in Niederösterreich sind sehr stolz auf unser vielfältiges und flächendeckendes Bildungssystem. Immerhin gibt es bei uns derzeit rund 1.250 Schulen und rund 1.100 Kindergärten in NÖ. Und ich bin auch schwer beeindruckt von diesem Campus Sacré Coeur Pressbaum der Erzdiözese Wien, der bereits jetzt ein ganz besonderer Lern-, Lebens- und Bewegungsraum für Kinder und Jugendliche ist“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Ein Gebäude für NMS und Kindergarten

Der Neubau auf dem Schulcampus in Pressbaum wird ab dem kommenden Schuljahr in den zwei oberen Stockwerken die NMS beherbergen: Insgesamt 12 Klassen mit rund 280 Schülerinnen und Schülern finden dann dort Platz. Die beiden Obergeschoße sind als offene Räume angelegt. Die ansprechende und moderne Schularchitektur ist damit perfekt ausgelegt auf flexible und zeitgemäße Lernformen wie Gruppen- und Freiarbeit. Das Erdgeschoß wird ab Herbst Platz für drei Kindergartengruppen bieten und auch die Aula für den gesamten Schulbereich umfassen.
„Das neue Gebäude bildet mit seiner offenen Architektur einen idealen Rahmen für zeitgemäße Pädagogik, die sich an den Kindern und Jugendlichen orientiert“, sagt dazu Andrea Pinz, Leiterin des Erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung anlässlich der Dachgleiche. Die Umsetzung des Schulneubaus war der Schulstiftung der Erzdiözese Wien ein großes Anliegen – möglich gemacht auch dank der finanziellen Förderung durch das Bildungsministerium und das Land Niederösterreich.
„Wir sind sehr dankbar für die harmonische Zusammenarbeit mit Bildungsdirektion und Landesregierung. Am Schulcampus Sacré Coeur Pressbaum werden junge Menschen von zwei bis 19 Jahren betreut, damit leisten wir einen wertvollen Dienst für Kinder und Jugendliche und ihre Familien in der Region“, so Andrea Pinz weiter.

Bericht: Campus Sacré Coeur Pressbaum
Fotos: Lisa Baumgartner-Kunit

Eine etwas andere Bewegungseinheit

Die Kinder der Gänseblümchen- und der Schneckengruppe erfreuten sich an einer großen Bewegungsbaustelle, welche die SchülerInnen der BAfEP vorbereiteten. Ein reichhaltiges Bewegungsangebot erlaubte den Kindern – angepasst an ihr Alter – unterschiedlichste Bewegungsabläufe zu erproben. Die Gänseblümchen- und die Schneckenkinder hatten eine große Freude an diesem besonderen Turntag.
Danke an Frau Prof. Vallant und an die SchülerInnen der 4B, welche uns an diesem Vormittag begleitet haben.

Fotos und Bericht: Team des Praxiskindergartens

Renaissance aktiv

Renaissancemusik ist allgemein Musik eher für gebildete Ohren – da geht es um Affektenlehre und Polyphonie und theoretische Überlegungen… Aber es gibt auch Werke, die sich durch ihren schwungvollen oder besonders innigen Charakter dem Hörer sofort von selbst erschließen. Also was tun im Unterricht?
Selbst machen! Die 4B hatte die Gelegenheit ein geistliches Chorstück von Heinrich Schütz in einer der Renaissance nachempfundenen Besetzung zu musizieren – einem Broken Consort. Zugegeben, in der Renaissance war das Xylophon noch nicht erfunden und die Kombination von Gitarre und Blockflöte samt Klavier hätte es auch noch nicht gegeben. Dafür aber sehr wohl eben eine bunt gemischte Besetzung aus verschiedenen Instrumenten, gerne auch mit Gesang.
Die Klasse war zunächst ungewiss, ob diese Stunde etwas werden könnte… Gegen Ende aber waren die SchülerInnen doch erstaunt, was die Renaissance alles hergibt!

Bericht und Foto: Alexandra Loibl

Eine unvergessliche Schiwoche

Unser Skikurs war einfach eine unvergessliche Woche! Wir haben so viele tolle Erlebnisse gehabt, wie zum Beispiel das tägliche Schifahren, die Besichtigung des Ice Iglus oder die einzigartige Aussicht von den Liften oder aus unseren Zimmern. Die tolle Zeit haben wir unseren Skilehrer/innen und unseren Lehrer/innen zu verdanken, die uns stets auf Trab gehalten haben. Auf der Piste war es auch immer sehr lustig und auch den Tiefschnee haben wir fleißig ausgekostet.

Alles in allem können wir uns nur bedanken und mit einem Lächeln auf die Woche zurückschauen. Wir werden diese schöne Atmosphäre und das Feeling der Schiwoche schrecklich vermissen.

Ein paar Eindrücke unserer Mitschüler/innen:

Schöne und aktive Woche mit SEHR GUTEM Essen. :)) – Alexandra (2a)

Ich will hier bleiben – sonst kette ich mich am Berg fest. 😀 – Laila (2b)

Mit den Schilehrern hatten wir a echte Gaudi. – Anna (2b)

Das Essen war prima und die Aktivitäten waren lustig! – Magdalena (2a)

Jeder Tag hat ein neues Abenteuer im Schnee gebracht! – Vanessa (2b)

 

Bericht: Anna Bohatschek und Hanna Grill (2a)
Fotos: Elisabeth Barta

„Ich bin ich und das ist gut so“ – die Einkehrtage der 1b

Dank der Organisation von Prof. Michael Scharf durften wir, die 1B,  zwei Einkehrtage im Maria-Ward-Haus Lilienhof in St. Pölten verbringen. Als Einstieg und roter Faden dieser intensiven Tage diente das Kinderbuch „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe. Während der beiden Einkehrtage dachten wir viel über uns und unsere Mitmenschen nach und erfuhren viel über unsere Klassenkolleginnen und -kollegen und natürlich auch über uns selbst. Besonders lustig fanden wir die gruppendynamischen Spiele am Abend, die den Aufenthalt noch abrundeten.

Bericht: Elisabeth Dohnal, 1b
Fotos: Bianca Wirthner

Das österreichische Umweltzeichen für den Praxiskindergarten

Unser Praxiskindergarten hat die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens erfolgreich umgesetzt und wurde im November 2018 geprüft. Passend zum Frühlingsbeginn fand am 20.März 2019 die feierliche Verleihung statt, bei der von Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger vom Umweltministerium und Herrn Bundesminister Heinz Faßmann aus dem Bildungsministerium die Urkunde offiziell überreicht wurde.
Das Umweltzeichen ist ein Bewusstmachen für uns selbst, mit welcher Haltung wir für unsere Umwelt Sorge tragen (möchten) und ein Zeichen nach außen, dass wir uns aktiv am Umwelt- und Klimaschutz beteiligen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Kindern, Eltern und SchülerInnen weitere Projekte zu entwickeln und unseren Alltag weiterhin im Sinne einer nachhaltigen Bildung zu gestalten.
Mehr Informationen gibts hier: Klick!
Bericht: Team des Praxiskindergartens

Spendenaktion für unsere Partnerschule in Uganda

Fastest du?

Viele von uns nutzen die Fastenzeit um auf etwas zu verzichten: Schokolade, Kino, Autofahren oder anderes. Meist spart man dabei auch Geld ein. Geld, das wir gut für einen guten Zweck verwenden können.

Am Aschermittwoch waren Sr. Lucy und Mr. Tom aus einer Sacré Coeur Schule in Jinja, Uganda bei uns. Sie haben von ihrer Schule, den Kindern und ihrer Arbeit erzählt. Das Schulgeld für ein Kind beträgt 100€ pro Jahr – damit werden die Schule und vor allem eine tägliche Mahlzeit finanziert.

Kommenden Mittwoch findet ein Informationsabend für alle Interessierten im Theatersaal des Sacré Coeur Pressbaum statt, zu dem wir herzlich einladen möchten.  Direktorin Sr. Lucy Kabagwery wird Bilder und persönliche Geschichten zur Schule St. Bernadette’s mit den ZuhörerInnen teilen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Außerdem lädt die BAfEP zu einer Fastenzeit-Aktion ein. Im Sekretariat bei Fr. Sorger steht neuerdings ein Sparschwein. Wenn du dir etwas Geld sparst, weil du keine Schokolade kaufen musst, weil du nicht ins Kino gehst oder dir Benzingeld ersparst, dann laden wir ein, dieses ersparte Geld ins Sparschwein zu geben. Bis zum Ende der Fastenzeit können wir dann, hoffentlich, mit unserem gemeinsam erfasteten Geld einigen Kindern in Uganda den Schulbesuch ermöglichen.

Bericht: Michael Scharf

Erinnern und Erzählen: Stefan Horvath als Zeitzeuge zu Gast in der 3B

Im letzten Schuljahr berührte uns die Klassenlektüre „Abschied von Sidonie“ von Erich Hackl, die das Schicksal von Sidonie Adlersburg schildert. Gleichzeitig beschäftigte sich die Klasse mit der Geschichte der Roma und Sinti in Österreich. Im Dezember 2018 jährte sich außerdem der Tag der Anerkennung der Volksgruppe Roma in Österreich zum 25. Mal. Im Februar besuchte uns deshalb Stefan Horvath, Schriftsteller und Angehöriger der Volksgruppe Roma, im Rahmen des Projekts Erinnern und Erzählen, um seine Geschichte mit den Schüler/inne/n zu teilen.
Stefan Horvath, seine Mutter überlebte das Vernichtungslager Auschwitz, verlor 1995 seinen Sohn bei einem Briefbombenattentat. Dieses Ereignis veranlasste ihn, Schriftsteller zu werden und seine Geschichte und die der Roma zu Papier zu bringen. Wir lauschten u.a. dem Vortrag seines ersten Gedichts „Ich möchte ein Engel sein“, das den Tod seines Sohnes thematisiert und auch weiteren Texten, die er uns zwischen seinen Erzählungen vortrug. Es war ein sehr berührender und lehrreicher Vormittag, wie auch die Aussagen der Schüler/innen bestätigen:

 

„Seine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich finde es toll, dass er vergeben konnte, und dass sich seine Lehrer so für ihn eingesetzt haben.“

 

„Ich fand es sehr toll, dass er nicht mit Hass weiterleben möchte.“

 

„Ich finde es sehr bewegend, dass er gelernt hat zu verzeihen und zu vergeben und dass er sich für die Bildung anderer einsetzt.“

 

„Ich fand es sehr bewundernswert, dass er die Stärke und Kraft besitzt, seine Geschichte immer wieder zu erzählen und dass er so ergreifend erzählt hat.“

 

„Ich konnte viel mitnehmen und lernen. Herr Horvath hat eine Gabe fürs Erzählen.“

 

Vielen Dank an Stefan Horvath, der seine Geschichte und Erfahrungen mit uns geteilt hat und auch an die Plattform erinnern.at, durch die diese Begegnung erst ermöglicht wurde.
Bericht und Fotos: Felicitas Ameling und Claudia Baldia

Projekttage: Orte der Erinnerung

Im Rahmen der Projekttage besuchte die 3B mit Prof. Schafzahl, Prof. Ameling und Prof. Baldia Orte der Erinnerung in Wien, an denen der Opfer der NS-Zeit gedacht wird und reflektierte über die unterschiedliche Umsetzung der Gedenkstätten und deren Bedeutung.
So begaben wir uns zunächst auf den Bahnsteig 5 am Westbahnhof, wo die Textinstallation der österreichischen Künstlerin Catrin Bolt zu lesen ist. Der Lauftext erzählt die Geschichte des jüdischen Schauspielers Otto Tausig, der 1938 als Jugendlicher nach England flüchtete. Weiters besuchten wir das Mahnmal in Erinnerung an die Kindertransporte zur Rettung von Kindern und Jugendlichen vor dem NS-Regime in der Bahnhofshalle.
Der weitere Weg führte uns zum Barankapark, der ehemaligen Hellerwiese, im 10. Bezirk, wo eine unscheinbare Gedenktafel für jene ermordeten Lovara, Sinti und Roma steht, die 1941 von dort deportiert wurden. Hierauf begaben wir uns weiter zum ehemaligen Areal des Aspangbahnhofs im 3. Bezirk, der in der NS-Zeit zum Abgangsort für Deportationstransporte bestimmt war und wo heute ein Mahnmal mit zwei zusammenlaufenden Betonschienen auf die Gleisanlagen des 1977 abgerissenen Bahnhofs verweist. Die Schienen führen in einen dunklen, hohlen Betonblock, Symbol für den Tod, das Nichts, das Vergessen.
Die letzte Station unseres Rundgangs führte uns zur Ausstellung „Für das Kind – Museum zur Erinnerung: Die Kindertransporte zur Rettung jüdischer Kinder nach Großbritannien 1938/39“ in die Volkshochschule Urania. Zu sehen waren insgesamt 23 Bilder, die persönliche Gegenstände der Betroffenen in einem Originalkoffer zeigen. Ergänzt wurden die Bilder mit handschriftlichen Kommentaren der ehemaligen Kinder, die uns alle berührten.

Bericht und Foto: Claudia Baldia