Praxiswoche der 3KA

Die Studentinnen hatten  im letzten Semester die Gelegenheit in unterschiedliche Kindergärten zu praktizieren und haben das viel Elan, Engagement und Kompetenz absolviert. Zwei Studentinnen stellen ihre Praxisplätze vor:

Mein Praxisplatz im Kindergarten „Casa Latina“

Dieses Semester durfte ich meine Praxis im Kindergarten „Casa Latina“, der sich im 3. Wiener Bezirk befindet, absolvieren.
Die Einrichtung führt mehrere zweisprachige Kindergruppen für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Das Besondere an diesen Kindergruppen ist das bilinguale Konzept: In den Kindergruppen wird deutsch und spanisch gesprochen. Die Kinder eignen sich spielend zumindest Grundbegriffe der spanischen Sprache an. Kinder, die bereits Spanisch sprechen, vertiefen ihre Kenntnisse. Geführt werden die Kindergruppen von Frau Lucia R. Grubmüller, die selbst aus Lateinamerika kommt. In jeder Kindergruppe arbeitet eine Kindergartenpädagogin bzw. ein Kindergartenpädagoge und eine Kindergruppenbetreuerin bzw. ein Kindergruppenbetreuer zusammen. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass das Personal mit den Kindern sowohl Deutsch als auch Spanisch spricht. Meine Praxiskindergärtnerin spricht vier Sprachen (u.a. auch Spanisch) und ist selbst bilingual aufgewachsen. Der Großteil des pädagogischen Personals spricht Spanisch auf Muttersprachenniveau.
Mir persönlich gefällt dieses Konzept deshalb so besonders gut, da die Kinder nicht nur die spanische Sprache spielerisch lernen, sondern auch mit der spanischen und lateinamerikanischen Kultur, den Tradition und den Werten erste Berührungen machen können. Außerdem kann ich hier meine „eingerosteten“ Spanischkenntnisse aus meiner Schulzeit hervorragend auffrischen.
Sandra Sakhtiantchi

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechtes Gewand!

Dieses Sprichwort trifft es auf den Punkt.
Eine aufregende Zeit liegt hinter mir. Ich durfte meine Praxis im Waldkindergarten Maria Anzbach verbringen. Die Waldkinder erleben das ganze Jahr über bei Wind und Wetter ihre Kindergartenzeit in der Natur. Zum Aufwärmen im Winter gibt es ein Tipi mit einer Feuerstelle und den Bauwagen der beheizt werden kann.
Jeden zweiten Tag wandern die Kinder über Stock und Stein durch den Wald. Auf dem Weg liegt der Jausenplatz, das Engelstor, der Märchenplatz, das Tipi im Wald und das wohl größte Highlight, die Waldrutsche. Je nach Jahreszeit kann diese eine Erdrutsche, Blätterrutsche oder auch eine Gatschrutsche sein, die es zu überwinden gilt.
Im Umgang mit Feuer sowie das Schnitzen mit dem Schnitzmesser ist ein wesentlicher Bestandteil des Alltags im Waldkindergarten.
Es war eine ereignisreiche Zeit mit vielen neuen Erfahrungen, eisiger Kälte, „laufenden“ Nasen fröhlich tobenden Kindern und wundervollen Momenten.
Natascha Zimmermann